In den Kammern des Sandes, wo die Sonne erstarrt,
Hält der Geist seit fünftausend Wintern die Wacht.
Ein Tempel aus Schweigen, im Marmor der Gier,
Vor dreitausend Jahren – was suchte ich hier?
Das Licht wird zum Schatten, der Stein wird zu Staub,
Die Seele ist Beute, das Schicksal der Raub.
Ich atme den Äther der kommenden Nacht,
In den Hallen der Zukunft, wo kein Herz mehr erwacht.
Die Waagschale schwankt im verborgenen Saal,
Ein Funke entscheidet im Tal der Wahl.
Wo der Schatten sich krümmt und die Wahrheit verhüllt,
Hat das Siegel der Zeit sich am Geiste erfüllt.
Der Handel ist alt, der Preis ist das Licht,
Doch der Wanderer beugt vor dem Abgrund sich nicht.
(Part 2)
Mal brennt die Fackel, mal flackert der Strom,
Vom antiken Altar bis zum gläsernen Dom.
Die Wahrnehmung flieht wie ein scheues Phantom,
Ich bin der Gefangene im Zeitenstrom.
Ein Funke im Gestern, ein Echo im Morgen,
Die Ewigkeit bleibt in der Endlichkeit geborgen.
Die Bilder verschwimmen, die Welt wird zum Dunst,
Das Sein ist ein Schleier, die Prüfung eine Kunst.
(Part 3)
Sie treiben als Hüllen im bodenlosen See,
Vergessen die Wurzeln, vergessen das Weh.
Das Ruder verloren, der Kompass zerbrochen,
Das Urteil der Stille ist längst schon gesprochen.
Die Seele ist müde, die Reise zu weit,
Ein erschöpfter Nomad in der Wüste der Zeit.
Vom Ursprung zum Ende, ein Kreis, der sich schließt,
Bis der letzte Tropfen im Äther verfließt.
In den Kammern des Sandes
